Toronto Pearson stärkt indigene Organisationen

17. Nov. 2025 | Kanada, News

Toronto Pearson, der internationale Flughafen der Metropolregion Toronto in der Provinz Ontario, setzt ein deutliches Zeichen für Versöhnung und nachhaltige Gemeinschaftsentwicklung: Mit 780.000 kanadischen Dollar vergibt Kanadas größter Flughafen seinen bislang umfangreichsten Nest Fund an zehn indigene Organisationen aus Ontario. Ziel ist es, deren Arbeit langfristig zu stärken – durch Investitionen in strategische Planung, Personal, Ehrenamtsstrukturen, Kommunikation, Marketing und Fundraising.

Der Fonds ist Teil des Propeller Project, des Community-Investment-Programms des Flughafens. Für Deborah Flint, Präsidentin und CEO von Toronto Pearson, ist die Förderung ein konkreter Schritt, um die im Indigenous Relations Action Plan verankerte Verantwortung umzusetzen: „Dieses Investment pflanzt die Samen der Zukunft – gemeinsam mit unseren Partnern aus den indigenen Gemeinschaften.“

Flugzeuge verschiedener Airlines stehen am beleuchteten Flugfeld des Toronto Pearson Flughafens in der Dämmerung.
Flugbetrieb in der Dämmerung: Startbereite Maschinen auf dem Vorfeld von Toronto Pearson © Toronto Pearson

Breite Förderung – von Bildung bis Kultur

Die zehn geförderten Organisationen spiegeln die Vielfalt indigener Initiativen in Ontario wider. Sie reichen von Arbeitsmarkt- und Jugendförderung über kulturelle Bildung bis hin zu technischer Infrastruktur und Tourismusentwicklung.

Mit dabei sind unter anderem die Aboriginal Labour Force Development Circle, die über sieben regionale Zentren Arbeits- und Trainingsangebote für First Nations bereitstellt, sowie der ENAGB Youth Program, der kulturelle und soziale Angebote für indigene Jugendliche in Toronto schafft.

Die Indigenous Professional Association of Canada stärkt Führungskräfte und Sichtbarkeit indigener Professionals, während Indigenous Tourism Ontario den Aufbau eines kulturell verantwortungsvollen Tourismussektors vorantreibt.

Mit dem Moccasin Identifier, einer Initiative zur Vermittlung von Treaty-Wissen, setzt Toronto Pearson auf ein Projekt, das traditionelles Wissen sichtbar macht. Das Native Canadian Centre of Toronto wiederum bietet seit Jahrzehnten urbane Kultur- und Community-Programme.

Auch technische Dienste werden gefördert – etwa durch die Ontario First Nations Technical Services Corporation, die Gemeinden beim Zugang zu Fachwissen unterstützt. Die Ontario Native Women’s Association wiederum setzt sich für die Sicherheit, Gesundheit und Führungsstärke indigener Frauen ein.

Mit Six Nations Polytechnic, einer indigen geführten Hochschule, und dem Gord Downie & Chanie Wenjack Fund, der sich landesweit für Aufklärung und Versöhnung einsetzt, komplettieren zwei weitere Schlüsselorganisationen das Förderfeld.

Ein Schritt Richtung Versöhnung

Der rekordhohe Nest Fund zeigt, wie ernst Toronto Pearson die Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften nimmt – nicht als einmalige Geste, sondern als langfristiger Prozess. Für die Organisationen bedeutet die Förderung mehr Stabilität, größere Reichweite und neue Chancen, ihre Angebote weiterzuentwickeln. Für die Region bedeutet sie einen weiteren Schritt in Richtung eines respektvollen, partnerschaftlichen Miteinanders.

Glasfassade des Toronto Pearson Terminals im Licht eines dramatischen Sonnenuntergangs.
Abendlicht am Terminal: Die ikonische Architektur von Toronto Pearson im Sonnenuntergang © Toronto Pearson

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