America the Beautiful Game: Brand USA startet WM-Portal für 2026

9. Dez. 2025 | News, Reiseinfos, Reisewarnungen, USA

Die FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2026 kommt nach über 30 Jahren wieder in die USA – und mit ihr die Frage: Wie lässt sich ein Spielbesuch mit einer echten USA-Reise verbinden? Genau dafür hat Brand USA (die offizielle Tourismusmarketing-Organisation der Vereinigten Staaten) das neue Reiseplanungsportal „America the Beautiful Game“ gestartet. Kurz gesagt: Brand USA wirbt international für Reisen in die USA, bündelt Informationen zur Reiseplanung und inspiriert mit Routen, Kampagnen und aktuellen Hinweisen. Unter AmericaTheBeautiful.com/Football finden Fans Ideen zu Aktivitäten, regionalen Spezialitäten sowie KI-gestützte Roadtrip-Routen, die alle elf US-Austragungsstädte mit passenden Erlebnissen in der Umgebung verknüpfen – vor, während und nach dem Turnier.

SoFi Stadium in Inglewood mit Wasserbecken, Fußweg und moderner Dachkonstruktion
SoFi Stadium mit südöstlichem Fußgängerbereich und Wasseranlage © Los Angeles Tourism and Convention Board

Das Timing ist bewusst gewählt: 2026 fällt die WM mit dem 250-jährigen Jubiläum der USA zusammen. Brand USA stellt dazu insgesamt 250 Unternehmungsvorschläge vor – diese „Football“-Edition bündelt 50 Empfehlungen rund um die Host Cities. Außerdem: Jede Nationalmannschaft wird eigene Basislager und Trainingsanlagen beziehen; die endgültigen Standorte sollen erst kurz vor dem Turnier bekanntgegeben werden.

Atlanta, Georgia

Atlanta wirft Fans nicht nur ins Stadion, sondern auch direkt in die Stadt hinein. Rund um das Mercedes-Benz Stadium lockt eine geführte Tour, die von den Umkleiden über den Blick durch das „Window to the City“ bis in exklusive Bereiche führt. Kulinarisch wird es typisch Atlanta – etwa mit Lemon Pepper Wings, die längst Teil der lokalen Fußballkultur sind. Wer zwischen zwei Spielen Abwechslung sucht, findet sie in der World of Coca-Cola mit interaktiven Stationen und internationaler Verkostung. Besonders spannend für Reisende ohne Mietwagen: Das Projekt StationSoccer verbindet Fußballplätze entlang des MARTA-Netzes – ein ungewöhnlicher Mix aus Stadtentwicklung und Kick. Für einen großen Indoor-Ausflug empfiehlt sich zudem das Georgia Aquarium, das als größtes Aquarium Nordamerikas gilt. Ab Atlanta schlägt das Portal Roadtrips unter anderem Richtung Augusta, Hilton Head, Savannah und Macon vor.

Downtown Atlanta mit Hochhäusern und mehrspurigen Straßen bei Tageslicht
Downtown Atlanta in Georgia mit moderner Skyline © Brand USA

Boston, Massachusetts

Boston spielt seine Stärken als Sportstadt und Geschichtsbühne aus. Im Sports Museum im TD Garden geht es um die große Sporttradition der Stadt – inklusive einer Station, an der man am nachgebauten NESN-Kommentatorenpult selbst zum „Broadcaster“ wird. Für WM-Abende liefert The Banshee als Irish Pub mit vielen Screens die passende Kulisse; hier treffen sich u. a. die American Outlaws. Historisch wird’s im Boston Common, der als ältester öffentlicher Park der USA gilt und in dem schon früh fußballähnliche Spiele stattgefunden haben sollen. Und wer den Blick in die Zukunft mag: Die Pressemitteilung verweist außerdem auf Boston Legacy sowie auf Spiele der Frauen in der NWSL rund um das Turnier. Als „Overtime Goals“ nennt Brand USA Abstecher an die Küste, etwa nach Falmouth, Hyannis, Provincetown, Woods Hole oder Edgartown.

Boston Harbor bei Sonnenuntergang mit Skyline, Hafenbecken und Booten
Boston Waterfront mit Skyline und Hafen bei Sonnenuntergang © Brand USA

Dallas, Texas

Dallas bekommt die meisten WM-Spiele aller Host-Cities – und setzt parallel auf Aussicht, BBQ und große Kultur. Der Reunion Tower („the Ball“) verspricht 360-Grad-Blicke, während das Restaurant Crown Block im Turm laut Pressemitteilung des Michelin Guides empfohlen wird. Im Viertel Deep Ellum wird Texas kulinarisch greifbar: Barbecue-Spots wie Pecan Lodge stehen für das klassische Brisket-Universum, ergänzt um lokale Side-Notes wie Okra oder Jalapeño-Wurst. Kunstfans finden im Dallas Arts District gleich mehrere renommierte Häuser; zusätzlich sollen rund um das Turnier neue Murals entstehen. Sportlich passt eine AT&T Stadium Tour (Dallas Cowboys) – inklusive Hinweisen auf die riesige Kuppelkonstruktion und Kunst am Stadiongelände. Wer Fußballgeschichte sucht, wird in Frisco fündig: Die National Soccer Hall of Fame im Toyota Stadium setzt auf interaktive Formate wie Virtual Reality. Roadtrips ab Dallas führen laut Portal unter anderem nach Austin, San Antonio, Fredericksburg, Waco oder nach Lockhart.

Margaret Hunt Hill Bridge in Dallas mit Skyline und Straßenverkehr aus der Luft
Margaret Hunt Hill Bridge mit Blick auf Downtown Dallas © Brand USA

Houston, Texas

Houston bereitet sich auf Fanströme mit neuen Flanierflächen vor: Die Main Street Promenade soll als sieben Blocks langer Fußgängerbereich in Downtown entstehen. Als Fotomotiv dient die Art of Soccer Exhibit mit großen, von lokalen Künstlern gestalteten Fußballskulpturen. Für Spieltage empfiehlt die Mitteilung den Social Beer Garden, der Übertragungen zweisprachig (Englisch/Spanisch) anbietet. Das Spannendste in Houston ist oft der Teller: Die Pressemitteilung nennt als Beispiele Kolache im texanischen Stil und Viet-Cajun Crawfish – eine lokale Spezialität, geprägt von Houstons großen vietnamesischen Gemeinschaften. Als Roadtrip-Erweiterung werden u. a. Galveston und Lake Charles vorgeschlagen.

Mehrstöckige Autobahnkreuze vor der Skyline von Downtown Houston aus der Luft
Autobahnkreuze und Skyline von Downtown Houston aus der Vogelperspektive © Brand USA

Kansas City, Missouri

Kansas City verbindet Fußball mit Barbecue-Kultur und Frauenfußball. Neu ist das Museum of Barbecue, das interaktiv durch Geschichte und Regionen führt – inklusive Dufttests und spielerischer Elemente. Fußballfans können zudem ein Spiel der KC Current im CPKC Stadium ins Auge fassen, das als erstes speziell für ein Frauen-Profi-Team gebautes Stadion gilt. Passend dazu: Pitchside Coffee, betrieben von Spielerinnen, sowie The Dub als Bar, die sich dem Frauensport widmet. Praktisch für Besucher ist die kostenlose Kansas City Streetcar, die mehrere Viertel und Sehenswürdigkeiten verbindet. Roadtrip-Ideen reichen von St. Louis bis zu Route-66-Stopps wie Cuba oder Joplin.

Downtown Kansas City bei Nacht mit beleuchteter Union Station und Skyline
Kansas City bei Nacht mit Union Station und beleuchteter Skyline © Brand USA

Los Angeles, Kalifornien

Los Angeles kombiniert WM mit Stadion-Mythen, Food-Hopping und Bar-Kultur. Das LA Memorial Coliseum lässt sich auf Tour erkunden; gleich nebenan liegen mit dem BMO Stadium weitere Fußball- und Eventflächen. Das spektakulärste „neue“ Stadionerlebnis bietet das SoFi Stadium mit Technik- und Architektur-Highlights; laut Pressemitteilung können Besucher sogar Bereiche aus Spielerperspektive erleben. Wer Spiele lieber in Bars schaut, findet in L.A. je nach Liga und Community den passenden Ort – von Spots mit mexikanischem Fokus bis hin zu klassischen britischen Pubs. Kulinarisch reizvoll klingt die „Taste of the World Cup Tour“: eine kuratierte Restaurantliste, die die Küchen aller 48 Teilnehmerländer abbilden soll. Roadtrips ab L.A. führen Richtung Palm Springs und Las Vegas, mit Stopps entlang der Route 66 und bis zum Joshua Tree National Park.

Skyline von Los Angeles im warmen Abendlicht mit Palmen im Vordergrund
Downtown Los Angeles im goldenen Abendlicht mit Palmen © Brand USA

Miami, Florida

Miami setzt auf Kunst, Museen und neue Infrastruktur. In den Wynwood Walls sollen Murals zu Ehren von Lionel Messi zu sehen sein. Das Pérez Art Museum Miami (PAMM) plant, passend zum Turnier, die Ausstellung „Get in the Game“ mit sportbezogenen Arbeiten von über 100 Künstlerinnen und Künstlern. Wer seine Spiele mit Cocktail-Show verbinden möchte, landet in der Grails Sports Bar, die laut Pressemitteilung auf vielen Screens überträgt und einen Souvenir-Cocktailbecher im Sneaker-Look anbietet. Ein großes Projekt ist der Miami Freedom Park nahe dem Flughafen – mit öffentlichem Park, Hotel sowie Gastro und Shops; der erste Teil soll 2026 öffnen. Als Roadtrip-Verlängerung empfiehlt Brand USA die Florida Keys bis Key West.

Luftaufnahme von Miami Beach mit Hochhäusern, Strand und parallel verlaufendem Kanal
Miami Beach mit Atlantikküste und Wasserwegen aus der Vogelperspektive © Brand USA

New York / New Jersey

Zum Finale zieht es die Welt in die Metropolregion – und Brand USA plant dafür große Fanflächen. In Manhattan soll das Rockefeller Center zur Fan Village werden: Live-Übertragungen, die Eislaufbahn als Fußballfeld, plus ein Kulturprogramm. In New Jersey wird der Liberty State Park über 39 Tage als Fan-Festival-Zentrum angekündigt – mit Blick auf die Skyline, Ellis Island und die Freiheitsstatue, dazu Konzerte und interaktive Zonen. Das MetLife Stadium lässt sich auf einer Tour erkunden; wer tiefer in die Fußballgeschichte eintauchen möchte, kann laut Mitteilung auch die Umgebung um Kearny und Harrison besuchen. Und natürlich gehört in NYC die Pub-Landschaft dazu: von „Football Factory at Legends“ bis zu Fußballbars in Brooklyn – plus Treffpunkte verschiedener Communities in Queens, Manhattan und darüber hinaus. Roadtrip-Ideen ab hier führen die Ostküste entlang, etwa nach Atlantic City oder Philadelphia.

MetLife Stadium in East Rutherford aus der Vogelperspektive mit umliegender Infrastruktur
MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey © Meadowlands Live! CVB

Philadelphia, Pennsylvania

Philadelphia verbindet Stadionzugang mit Food-Klassikern und neuer Bar-Szene. Im Lincoln Financial Field können Fans zwischen geführten und selbstgeführten Touren wählen – beide sollen Bereiche wie das Spielfeld, den Tunnel und die Umkleiden zugänglich machen. Kulinarisch verweist die Pressemitteilung auf die Michelin-Bewertungen in der Stadt (drei Sterne-Restaurants) und setzt gleichzeitig auf das ikonische Philly Cheesesteak – inklusive Hinweis auf Pat’s, Geno’s und Angelo’s. Dazu kommt Marsha’s, eine queere, von Frauen geführte Sportbar mit Fokus auf Frauensport. Als Roadtrip-Verlängerung nennt das Portal u. a. Cape May, Rehoboth Beach und das Amish Country rund um Lancaster.

Skyline von Philadelphia bei Sonnenuntergang mit Fluss und Hochhäusern aus der Luft
Philadelphia Skyline bei Sonnenuntergang aus der Vogelperspektive © Brand USA

San Francisco Bay Area, Kalifornien

In der Bay Area geht es nicht nur um Fußball, sondern auch um Kunst, Nightlife und Tech. Der Big Art Loop soll als langfristiges Projekt bis zu 100 temporäre Großskulpturen entlang eines rund 55 Kilometer langen Kunstpfads zeigen; ein erstes Segment an der Waterfront wurde im November eröffnet. Wer Gruppenaction sucht, kann sich bei der Great Big Game Show auf einer Game-Show-Bühne messen. Tech-Fans werden bei der Google Visitor Experience mit wechselnden Community-Events abgeholt – von Wellness bis Kunst. Beim Thema Fußballbars setzt die Pressemitteilung Akzente auf Nischen: Hi Tops im Castro (Gay-Sportbar) und Rikki’s (Fokus auf Frauensport). Für Cocktail-Liebhaber gibt’s den San Francisco Martini Trail mit 23 Spots. Roadtrip-Empfehlungen führen in die Natur, etwa nach Lake Tahoe oder in den Yosemite National Park.

San Francisco bei Nacht mit Bay Bridge und beleuchteter Skyline aus der Luft
San Francisco mit Oakland Bay Bridge bei Nacht © Brand USA

Seattle, Washington

Seattle kombiniert WM-Reiseplanung mit Kunsthandwerk, Kaffee und Waterfront. Das Chihuly Garden and Glass nahe der Space Needle präsentiert großformatige Glasinstallationen; wer selbst Hand anlegen will, kann laut Mitteilung im Seattle Glassblowing Studio Kurse ausprobieren. Neu ist die Frauen-Sportbar Pitch the Baby (seit August 2025), flankiert von der Santo Coffee Co. des ehemaligen Sounders-Spielers Fredy Montero. Spannend für Spaziergänger: Der geplante Unity Loop, ein fast sieben Kilometer langer Weg von Lumen Field zum Seattle Center, der neue Parks und zentrale Plätze verbindet. Klassiker bleiben der Pike Place Market und die Space Needle. Als Roadtrip-Ziele nennt Brand USA u. a. den Mount Rainier National Park, Port Angeles und den Olympic National Park.

Skyline von Seattle bei Sonnenaufgang mit Space Needle und Mount Rainier im Hintergrund
Seattle bei Sonnenaufgang mit Space Needle und Blick auf Mount Rainier © Brand USA

Wer 2026 zur WM in die USA reist, muss nicht zwischen Stadion und Roadtrip wählen. Genau das ist die Idee von „America the Beautiful Game“: Elf Host Cities, verknüpft mit Erlebnissen, die auch abseits von 90 Minuten hängen bleiben – und im besten Fall aus einer Fanreise einen echten USA-Trip machen.


Flughafen-Wegweiser mit US-Flagge und Richtungspfeilen zu den Abflug- und Einreisebereichen.
Wegweiser und Flaggen zeigen an internationalen Flughäfen den Weg zur US-Einreise © iStock

Einreise in die USA zur FIFA-WM 2026

Da die Einreise in die USA heute komplizierter scheint als noch vor einigen Jahren,sollte man eine Reise zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026 frühzeitig planen. Großereignisse wie die WM gehen erfahrungsgemäß mit klaren Abläufen, erhöhter Serviceorientierung und gut vorbereiteten Grenzprozessen einher. Die USA rechnen mit Millionen internationaler Gäste – und sind entsprechend darauf eingestellt.

Für die meisten Reisenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt weiterhin das Visa Waiver Program (VWP). Das bedeutet: Wer einen biometrischen Reisepass besitzt und maximal 90 Tage bleibt, benötigt kein klassisches Visum, sondern lediglich eine genehmigte ESTA-Registrierung. Diese sollte spätestens 72 Stunden vor Abflug, idealerweise jedoch mehrere Wochen im Voraus, beantragt werden. Die Genehmigung ist in der Regel zwei Jahre gültig (oder bis zum Ablauf des Reisepasses) und kann für mehrere Einreisen genutzt werden.

Wichtig ist, dass alle Angaben im ESTA-Antrag korrekt und vollständig sind – insbesondere zu früheren Aufenthalten, doppelten Staatsbürgerschaften oder Reisen in bestimmte Länder. Wer hier unsicher ist oder nicht unter das Visa Waiver Program fällt, sollte frühzeitig einen Termin bei einer US-Botschaft oder einem Konsulat für ein B-2-Touristenvisum vereinbaren, da Wartezeiten möglich sind.

Bei der Einreise selbst gilt: ruhig, vorbereitet und transparent auftreten. Rückflugticket, Unterkunftsnachweis und eine grobe Reiseplanung (z. B. Spielbesuche, Roadtrip-Route) sollten griffbereit sein. Die Grenzbeamten entscheiden zwar im Einzelfall, doch gut dokumentierte touristische Reisen verlaufen in der Regel problemlos.

Empfehlenswert ist außerdem, Flüge mit ausreichend Umsteigezeit zu buchen, da Einreisekontrollen in den USA immer am ersten Flughafen stattfinden – auch bei Weiterflügen. Wer frühzeitig plant, flexibel reist und die formalen Anforderungen ernst nimmt, schafft damit die beste Grundlage für einen reibungslosen Start in eine WM-Reise, die sportlich wie kulturell einmalig werden dürfte.

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