Die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wirft ihre Schatten voraus – und neben Tickets, Flügen und Unterkünften rückt ein Punkt stärker in den Fokus: die Einreise in die USA. In den vergangenen Wochen haben Berichte über strengere Kontrollen und mögliche neue ESTA-Anforderungen die Runde gemacht. Das kann die Reiselust bremsen – gerade bei Fans, die „nur“ ein paar Spiele sehen und den Trip als Urlaub mit City- und Outdoor-Bausteinen planen.
Gleichzeitig ist es wichtig, zwei Dinge auseinanderzuhalten: Was heute schon gilt – und was politisch diskutiert wird, aber (noch) nicht beschlossen ist. Viele der genannten Verschärfungen sind bislang Vorhaben oder Prüfaufträge. Wer sauber vorbereitet ist und sich an die Regeln hält, wird in den meisten Fällen weiterhin problemlos einreisen können. Orientierung bieten dabei auch aktuelle Verbraucher-FAQs und Hinweise für USA-Reisende, etwa vom ZDF und vom ADAC (am besten immer auch im Netz nach Updates suchen!). Die offiziellen Infos der U.S. Customs and Border Protection gibt es hier (auf Deutsch).

Warum das Thema trotzdem heikel ist
Tourismus lebt von Planbarkeit. Wenn Unsicherheit entsteht – etwa durch Diskussionen über zusätzliche Datenerhebungen oder strengere Grenzbefragungen – kann das bei internationalen Gästen den Ausschlag geben, ihre WM-Reise lieber nach Kanada oder Mexiko zu verlegen oder den USA-Teil zu verkürzen. Einige Analysen sprechen bereits davon, dass politische Signale und ein „rauheres“ Einreiseklima das Interesse dämpfen könnten.
USA: Was aktuell hilft – und was sich ändern könnte
Für viele Reisende aus Deutschland bleibt die USA-Einreise im Kern ein bekanntes Schema: gültiger Reisepass, ESTA (bei visumfreier Einreise), klare Reiseroute, Rückflug bzw. Weiterreise, Nachweise zur Unterkunft – plus realistische Antworten bei der Grenzbefragung. ADAC und ZDF betonen vor allem den praktischen Teil: Daten korrekt angeben, Dokumente griffbereit haben, genug Zeit einplanen und keine Widersprüche erzeugen.
Diskutiert werden laut Berichten und offiziellen Hinweisen u. a. zusätzliche Abfragen bzw. strengere Prüfungen rund um digitale Spuren (z. B. Social-Media-Angaben) – aber: Solche Schritte sind nicht automatisch beschlossen und würden, falls sie kommen, zunächst als formalisierte Anforderung umgesetzt werden (mit klaren Formularfeldern und Regeln), nicht als „Willkür“.
Gute Nachricht für WM-Reisende: Visa-Priorisierung ist angekündigt
Wer für die USA ein Visum benötigt (z. B. weil ESTA nicht möglich ist), könnte im WM-Kontext von einem angekündigten Schnellverfahren für Interviewtermine profitieren: Die US-Regierung stellte im November 2025 eine Initiative („FIFA Pass“/priorisierte Terminvergabe) in Aussicht, die Ticketinhabern schnellere Visa-Appointments ermöglichen soll – ausdrücklich ohne Garantie auf die Einreise, aber mit kürzerer Wartezeit auf den Termin.
Kanada und Mexiko als Plan B – oder als smarter Mix
Der vielleicht entspannteste Hebel ist strategisch: Spiele in Kanada und Mexiko bewusst als Reise-Highlight einplanen – und die USA optional dazunehmen. So reduziert man Abhängigkeiten, verteilt Flüge/Unterkünfte flexibler und gewinnt eine zweite Urlaubsebene: Vancouver & British Columbia für Outdoor (Küste, Berge), Toronto als City-Hub, Mexiko-Städte als Kultur- und Kulinarik-Trip – jeweils mit WM-Atmosphäre, aber ohne dass Fußball „alles“ dominiert.
Einreise-Tipps
- ESTA/Visum früh erledigen, Schreibweisen exakt wie im Pass.
- Reisepläne konsistent halten (Rückflug, Unterkunft, Reiseroute).
- Am Flughafen Zeitpuffer einplanen, vor allem bei Connecting Flights (Befragung/Secondary Inspection möglich).
- Regeln ernst nehmen: keine falschen Angaben, keine „Scherz“-Antworten, keine Widersprüche.
Weitere Tipps und Infos hier (Stand Nov. 2025).
