Fußballsommer 2026: Roadtrip zu den Fan Zones in Washington

21. Feb. 2026 | Allgemein, Highlight, News, Reiseinfos, Tipp, USA

Wenn am 15. Juni 2026 im Lumen Field der Anpfiff zum FIFA World Cup™ ertönt, wird Seattle für drei Wochen zum Fußball-Hotspot des Nordwestens. Sechs Spiele finden hier statt – Gruppenspiele sowie ein Sechzehntel- und ein Achtelfinale. Doch wer keine Tickets ergattert oder die WM mit einer größeren Entdeckungsreise verbinden möchte, findet im gesamten Bundesstaat Washington beste Bedingungen für einen sportlichen Roadtrip.

Neun Städte richten offizielle Fan Zones ein – von Bellingham im Norden bis Spokane im Osten. Public Viewing, Live-Musik, Street Food und regionale Brauereien machen sie zu Treffpunkten für Fans aus aller Welt. Gleichzeitig eröffnet sich die Möglichkeit, Washington als abwechslungsreiche Roadtrip-Destination kennenzulernen – eine Route, die auch jenseits des Turniers reizvoll bleibt.

Lumen Field in Seattle bei Nacht mit beleuchteten Stadionbögen und Skyline.
Lumen Field in Seattle – Austragungsort der FIFA World Cup 2026 in Washington State © Visit Seattle

Seattle: Auftakt am Puget Sound

Seattle selbst ist der logische Startpunkt: Der Seattle-Tacoma International Airport (SEA), bekannt als „Sea-Tac“, ist ein Hauptknotenpunkt im pazifischen Nordwesten und bietet direkte Verbindungen nach Deutschland. Lufthansa und andere Fluggesellschaften verbinden Seattle direkt mit Frankfurt, und es gibt auch Verbindungen nach München. Die Flugzeit beträgt etwa 10 bis 11 Stunden.

Zwischen Pike Place Market, Space Needle und Waterfront pulsiert die Stadt auch ohne Spielticket. Neben acht weiteren Städten im Bundesstaat ist Seattle ebenfalls offizieller Fan-Zone-Standort. Wer zwischen zwei Spielen Zeit hat, kann die Skyline vom Kerry Park bewundern, im Chihuly Garden and Glass durch leuchtende Installationen wandeln oder per Fähre Richtung Bainbridge Island übersetzen. Kulinarisch reicht die Bandbreite von Seafood bis Craft Coffee – ideal für den WM-Auftakt.

Segelboot vor der Skyline von Seattle mit Space Needle im Hintergrund.
Segelboot vor Seattle mit Blick auf die Space Needle und den Puget Sound. © Jason Hummel Photography

Everett & Tacoma: Maritime Perspektiven

Nördlich von Seattle lockt Everett mit moderner Waterfront und entspanntem Küstenflair. Kajaktouren, Jetty Island und regionale Destillerien bieten einen Kontrast zum Stadiontrubel. Südlich davon präsentiert sich Tacoma mit Museumsdichte – etwa dem Museum of Glass – und einer kreativen Szene rund um die revitalisierte Uferzone.

Beide Städte sind Fan-Zone-Standorte und liegen nur kurze Fahrzeiten von Seattle entfernt – perfekt für einen ersten Roadtrip-Abstecher.

Zwei Personen mit Blick auf Yachthafen in Everett im Metro Puget Sound.
Besucher am Hafen von Everett im Snohomish County – entspannte Atmosphäre nahe Seattle. © David Jaewon – State of Washington Tourism

Olympia & Bremerton: Hauptstadt trifft Peninsula

Olympia ist nicht nur die Hauptstadt Washingtons, sondern bietet auch den idealen Zugang zur Natur. Farmer’s Markets, Craft-Brauereien und die Nähe zum Puget Sound machen sie zu einem entspannten Zwischenstopp.

Beleuchtete Uferpromenade in Olympia am Abend mit reflektierenden Lichtern im Wasser.
Abendstimmung an der Waterfront von Olympia im Thurston County. © Mark Downey – Lucid Images Gallery

Von Bremerton aus, Teil der „Metro Puget Sound Region“, öffnet sich der Weg zur Kitsap Peninsula. Hier geht es ruhiger zu: Kleine Häfen, Wälder und Küstenstraßen bestimmen das Bild. Wer Fußball mit Natur kombinieren möchte, ist hier richtig.

Besucher in Vista Gardens in Bremerton mit Blick auf Wasser und Grünanlagen.
Spaziergang durch Vista Gardens in Bremerton, Kitsap County. © Berty Mandagie

Die beiden Vancouvers: Zwei Länder, ein Turnier

Südlich an der Grenze zu Oregon liegt Vancouver, Washington – nicht zu verwechseln mit dem kanadischen Pendant. Von hier ist es nur ein Katzensprung in die Columbia River Gorge mit spektakulären Wasserfällen und Weingütern.

Moderne Fußgängerbrücke über dem Columbia River bei Vancouver, Washington.
Aussichtsbrücke an der Vancouver Waterfront im Clark County, Washington © Jason Hummel Photography

Noch spannender wird es übrigens, wenn man das WM-Erlebnis grenzüberschreitend denkt: Über die Route „Two Countries, One Journey“ lässt sich Washington ideal mit British Columbia verbinden. Vancouver (BC) in Kanada ist ebenfalls WM-Spielort – ein Roadtrip zwischen zwei Gastgeberländern, der sportlich wie landschaftlich Maßstäbe setzt. Der Vorteil dieser „Zweiländer-Journey“: Man durchquert den Bundesstaat Washington vom südlichsten Punkt (hier ist natürlich auch ein Abstecher nach Oregon möglich) bis zur kanadischen Grenze im Norden.

Weinregion Yakima Valley und Tri-Cities

Östlich der Cascade Mountains wechselt die Landschaft. Im Yakima Valley beginnt die älteste Weinregion Washingtons. Sie gehört zur „Wine Country Region“ mit sonnenverwöhntem Klima. Die Tri-Cities – Kennewick, Pasco und Richland – liegen am Columbia River und verbinden Fan Zone, Outdoor-Aktivitäten und Weintouren. Hier zeigt sich Washington von seiner überraschend trockenen, fast mediterranen Seite.

Weinberge im Yakima Valley in Washington mit Hügeln im Abendlicht.
Weinberge im Yakima Valley nahe Freehand Cellars – eine der führenden Weinregionen in Washington State. © Greg Balkin

Spokane und Ost-Washington entdecken

Spokane, die größte Stadt im Osten des Bundesstaats, bildet den östlichen Endpunkt der Fan-Zone-Route. Die Wasserfälle mitten in der Stadt, der Riverfront Park und die Nähe zu National Forests schaffen eine Mischung aus Urbanität und Wildnis.

Spokane Falls mit Wasserfall, Brücke und Washington Water Power Building in Spokane.
Spokane Falls und Washington Water Power Building in Spokane, Spokane County. © Jason Hummel Photography

Von hier aus bieten sich Abstecher Richtung Idaho oder in die Palouse-Region mit ihren sanft gewellten Hügeln an – wunderbare Fotomotive inklusive.

Spielszene mit Torjubel von Spokane Velocity vor Fans im Stadion in Washington State.
Spokane Velocity feiert ein Tor – Fußballbegeisterung im Osten Washingtons. © Washington State Tourism

Optionaler Abstecher: Bellingham & die North Cascades

Wer im Norden startet, sollte Bellingham einplanen. Zwischen Salish Sea und Cascade Mountains gelegen, verbindet die Stadt maritime Kultur mit alpiner Kulisse. Die Chuckanut Drive zählt zu den schönsten Panoramastraßen des Bundesstaates.

Von hier ist es nicht weit bis zum North Cascades National Park, Teil der legendären Cascade Loop Scenic Byway, die zu den großen Roadtrip-Klassikern Washingtons gehört.

Zelt mit Blick auf Mount Baker und alpine Berglandschaft im Sonnenuntergang.
Camping mit Blick auf Mount Baker – Naturerlebnis im Norden Washingtons. © Visit Bellingham

Warum sich Washington auch nach der WM lohnt

Der Fußballsommer liefert den Anlass, doch die Route selbst ist zeitlos attraktiv:

  • Küste, Berge, Weinregionen und Nationalparks auf engem Raum
  • Kurze Distanzen zwischen urbanen Zentren und Natur
  • Gute Infrastruktur ab dem Seattle-Tacoma International Airport (SEA)
  • Möglichkeit zur Kombination mit Alaska-Kreuzfahrten ab dem Port of Seattle

Und auch kulinarisch hat Washington weit mehr zu bieten als Stadion-Snacks und Fan-Burger. Bereits im März kehrt mit Taste Washington das größte Kulinarikfestival des Bundesstaates zurück. Beim Grand Tasting am 21. und 22. März im Lumen Field Event Center in Seattle präsentieren über 200 Weingüter und 75 Spitzenrestaurants ihre Kreationen. Exklusive Dinner-Events, Weinseminare und Spezialformate ziehen sich über den gesamten Monat – ein idealer Anlass für eine Genussreise durch den Evergreen State.

Weinverkostung bei Taste Washington mit Gästen und Winzern im Gespräch.
Weinverkostung bei Taste Washington – eines der bedeutendsten Kulinarik-Festivals in Washington State. © Aubrie LeGault

Im Spätsommer und Herbst rückt dann das Yakima Valley ins Rampenlicht. Ab Ende August beginnt hier die Hopfenernte – die Region produziert rund 75 Prozent des in den USA angebauten Hopfens. Am 3. Oktober feiert Yakima das Fresh Hop Ale Festival, bei dem Frischhopfenbiere direkt nach der Ernte verkostet werden können. Parallel dazu beginnt die Weinlese in Washington, der zweitgrößten Weinregion der USA. Von frühen Weißweinen im August bis zu spät reifenden Rotweinen und Eiswein im November erleben Besucher die Ernte hautnah. Zwischen dem 9. und 11. Oktober öffnen zahlreiche Weingüter bei Catch the Crush ihre Türen und gewähren Einblicke in die Arbeit vom Zuckertest bis zum Zerstampfen der Trauben.

Drei Craft-Biere der Bron Yr Aur Brewing Company mit Auszeichnungen in Washington State.
Ausgezeichnete Craft-Biere der Bron Yr Aur Brewing Company im Yakima Valley. © Yakima Valley Tourism

Eine Übersicht weiterer Highlights im Veranstaltungskalender 2026 – von Musikfestivals bis hin zu kulturellen Events – bietet die offizielle Eventübersicht des Bundesstaats Washington.

Washington inszeniert sich damit nicht nur als WM-Gastgeber, sondern als vielseitige Ganzjahresdestination zwischen Pazifik, Regenwald und Hochgebirge. Outdoor-Abenteuer, Kulturangebote, Kulinarik und legendäre Roadtrips wie die Cascade Loop lassen sich flexibel kombinieren – perfekt mit dieser „WM-Route“ durch Washington oder darüber hinaus.

Lumen Field in Seattle bei Sonnenuntergang mit beleuchtetem Stadiondach.
Lumen Field in Seattle – Austragungsort der FIFA World Cup 2026 in Washington State. © Visit Seattle

Der FIFA World Cup™ 2026 in Seattle ist mehr als nur ein Sportereignis. Er wird zum Startsignal für eine Reise durch Washington – von Fan Zones am Puget Sound über Weinregionen im Osten bis zu Panoramastraßen nahe der kanadischen Grenze.

Ob mit Ticket im Stadion oder beim Public Viewing in Spokane: Der Evergreen State zeigt sich im Fußballsommer von seiner lebendigsten Seite – und bleibt auch danach eine der abwechslungsreichsten Roadtrip-Destinationen Nordamerikas.

Mehr Informationen zu Washington während der WM (und danach) gibt es hier.

Zwei Radfahrer auf dem Cascade Trail entlang eines Flusses in Washington State.
Radfahren auf dem Cascade Trail – Outdoor-Erlebnis zwischen Bergen und Flusslandschaft. © Greg Balkin

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